Vom 24. September 2008 in Fernsehen
Bildquelle: QVC
Das deutsche Teleshopping läuft mittlerweile sogar dem Pay-TV den Rang ab. Seit dem Markteintritt vor 13 Jahren hat sich die gesamte Branche inzwischen als massentauglicher Vertriebskanal etabliert, der Waren als eigenständige Sendungen zu fast 90 Prozent live verkauft. Einer Marktanalyse der Goldmedia GmbH Media Consulting & Research nach ist auch im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung mit einem weiteren Marktwachstum und dem Einstieg weiterer Teleshopping-Sender zu rechnen. Bleibt die Warennachfrage weiterhin so hoch und die konjunkturelle Entwicklung stabil, dann wird das Umsatzvolumen 2012 bei rund 1,6 Mrd. Euro liegen, prognostizieren die Fachleute. Online- und Streamingangebote, die bei einigen Sendern bereits 20 Prozent des Umsatzes generieren, begleiten diese Entwicklung.
Derzeit gibt es in der Bundesrepublik sechs aktive Teleshopping-Sender, die im vergangenen Geschäftsjahr zusammen einen Nettoumsatz von 1,14 Mrd. Euro erwirtschafteten. QVC, RTL Shop, HSE24, 1-2-3. TV, Der Schmuckkanal sowie Juwelo TV konnten damit sogar die Pay-TV-Erlöse (1,09 Mrd. Euro) übertreffen. "Die beiden größten Teleshopping-Sender sind QVC und HSE24, die zu den umsatzstärksten privaten TV-Sendern gehören. Obwohl der deutsche Markt von diesen beiden geprägt ist und die Produktdifferenzierung erst mit einigen wenigen Teleshoppern vorangeht, ist in den kommenden Jahren mit Erweiterungen zu rechnen", sagt Goldmedia-Consultant Mathias Birkel. Der Vergleich mit den im Fernsehen relevanten Erlösformen verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutsamkeit des Teleshoppings in Deutschland. Nach den Fernsehgebühren von ARD und ZDF mit einem Gesamtvolumen von 4,45 Mrd. Euro (2007) sowie den Nettoumsätzen aller TV-Sender von 4,16 Mrd. Euro (2007) ist die Branche zu einem Standbein der Fernsehfinanzierung avanciert. (weiterlesen...)
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