Herabsetzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen

Vom 16. April 2009 in Critique

Zuallererst einmal ein riesiges Dankeschön an unser deutsches Finanzministerium. Einer Familie, die Elterngeld bezieht und die ohnehin schon an Geldknappheit leidet, auch noch am Jahresende das komplette Elterngeld aufs Einkommen hinzurechnen und dafür Steuern nachfordern, ist schon sehr frech. Das Ganze nennt sich Progressionsvorbehalt und davor ist schon seit dem letzten Jahr gewarnt worden – aber welche Alternativen hat man?

Der zweite Knaller auf meiner Einkommensteuerberechnung durch das Finanzamt in diesem Jahr ist, das der Kinderfreibetrag komplett gestrichen wurde, weil die Grundversorgung der Kinder bereits durch das Elterngeld abgedeckt wäre. Ach so? Toll!

Der dritte Knaller war zwar mit Ansage, aber doch ein ganz schöner Brocken. Wer als Kleinunternehmer Einnahmen unter 17.500 € im Jahr hat, gibt diese auf einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) am Jahresende an und bezahlt je nach seinem persönlichen Steuersatz die Einkommensteuer dafür nach. Da das Finanzamt bekanntlich bei Forderungen ungeduldig ist, möchte es in meinem Fall vierteljährliche Vorauszahlungen haben, die sich an den Einnahmen des Vorjahres orientieren. Sollten die Einnahmen des aktuellen Jahres weit unter denen des letzten Jahres liegen, kann man die Vorauszahlungen reduzieren lassen. Hierzu habe ich einen Vordruck erstellt, den man hier downloaden kann:

EkSt-Vorauszahlung-Herabsetzung-Vorlage Antrag auf Senkung der Einkommensteuer-Vorauszahlung