Nachtrag und Kritik zum Stadtfest Kassel 2008

Vom 13. Mai 2008 in Critique

Also über das Wetter zum Stadtfest Kassel zu Pfingsten 2008 konnte sich keiner beschweren. Jeden Tag blauer Himmel und mindestens 24 Grad im Schatten – perfekt!

Nun aber mal meine persönlichen Eindrücke:

Bestimmt 40 % der Besucher waren junge Leute. Ich kann mir nicht vorstellen, das dieser große Teil der gepimpten Teens sich besonders über das alljährliche Potpourrie aus Rockbands, 80er-Jahre-Stars und Coverbands gefreut hat.
Offensichtlich besteht das einzige Kriterium zur Zulassung fürs Stadtfest darin, mindestens einen Bryan Adams-Titel auf Lager zu haben. Diese Auswahl rotiert dann unter verschiedenen Band-Namen auf den Bühnen…


Ich glaube nicht, das es nicht eine einzige z.B. Hip-Hop-Combo gäbe, die sich über einen Auftritt gefreut hätte. Man hat den Eindruck, das es hier ausschliessliche dem Publikum jenseits der 40er recht gemacht wird.
Liebe Veranstalter, es gibt durchaus noch andere Musikrichtungen, außer Rock und Funk!

Wenn man im Rathaus keine Ahnung von so etwas hat, sollte man vielleicht das nächste mal Profis ranlassen. Und damit ist offensichtlich nicht MM Konzerte GmbH gemeint. Es geht hier nicht darum Weltstars zu astronomischen Preisen zu buchen, aber das Live-Programm sollte dringend abwechslungsreicher und für alle Altersgruppen geplant werden.

Noch ein Jahr Stolle und Fräulein Menke ist wirklich nicht zu ertragen.

Nur um mal daran zu erinnern, Kassel ist bekannt gewesen für den besten Techno-Club (Stammheim, Aufschwung Ost) in Deutschland… Warum nicht mal eine Live-Performance aus dieser Richtung?
Die Musikauswahl im Kulturzelt könnte vielleicht auch zu Inspiration dienen. Die Preise der hier aufgetretenen Bands sollten unter denen der 80er-Hampelmänner liegen…