Widerspruch gegen die Stromzähler-Servicepauschale

Vom 2. Dezember 2008 in Critique

Nachdem hier in Kassel eine saftige Preiserhöhung des lokalen Stromanbieters ansteht, habe ich die Gelegenheit genutzt und einfach mal der unverschämten Servicepauschale für meinen uralten Stromzähler widersprochen. Hier der Text meines Anschreibens an den Energieversorger:

Widerspruch gegen die Stromzähler-Servicepauschale Kundennummer XXXXXXXXXX

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich widerspreche hiermit ihrer Rechnungsstellung für eine Stromzähler-Servicepauschale von 105,91 € / jährlich.

Begründung:

Es findet definitiv kein Service am Stromzähler statt. Die notwendigen Ablesungen nehme ich selber vor und übermittele die Zählerstände per Telefon. Der Zähler als solches ist völlig veraltet und sein aktueller Wert unterschreitet die Jahresgebühr um ein vielfaches.

Lassen Sie mich wissen, welche Möglichkeiten bestehen, einen durch mich gekauften, amtlich geeichten und vor allem modernen Zähler einbauen zu lassen.

Ich bin gespannt, was für eine Antwort darauf kommt und halte hier auf dem Laufenden…

Update 21.01.2009

Die Städtischen Werke haben geantwortet. Wie zu erwarten, blieb meine Frage zum Thema „Eigener Zähler“ völlig unbeantwortet.

Warum wurde die Servicekostenpauschale so deutlich erhöht?
Hierbei handelt sich nicht nur, wie in der HNA berichtet. um Zählerkosten und um säumige Zahler. Die Servicepauschale deckt Kosten für die Bereitstellung der Energie ab, Investitionen in technische Anlagen sowie Kosten die zur Erstellung Ihrer Abrechnung erforderlich sind. Es handelt sich hierbei um Kosten, die unabhängig davon entstehen, ob über eine Anlage Energie entnommen wird oder nicht.
Eine weitere verbrauchsunabhängige Kostensteigerung brachte eine Änderung der G V V (Grundversorgungs- Verordnung für Haushaltskunden) zum 01.10.2007. Sie wurde durch gesetzliche Vorgaben notwendig und bringt Verbesserungen für die Kundeninformation. So müssen Zählerablesungen dem einzelnen Kunden vorher angekündigt und Preisveränderungen dem Kunden sechs Wochen vorher schriftlich angezeigt werden (in der Vergangenheit genügte eine Bekanntmachung in der örtlichen Presse und in unserer Kundenzeitschrift).
Wenn man die Erhöhung der Servicepauschale auf einen durchschnittlichen Haushaltsverbrauch von 3000 kwh pro Jahr berechnet, macht das dann eine Erhöhung von 7 % aus. In € ausgedrückt handelt es sich um eine monatliche Mehrbelastung von 3,82 €.
Bei einem Geringverbraucher- Haushalt mit einem Verbrauch von 1.500 kwh beträgt die Erhöhung 7,93 % gleich 2,40 € monatliche Mehrbelastung.