Wie gefährlich ist Dioxin?

Vom 13. Januar 2011 in Critique

Wie gefährlich ist Dioxin? Wie gelangt es in Lebensmittel und was passiert, wenn ich über einen längeren Zeitraum dioxinbelastete Eier gegessen habe? Auf diese und andere Fragen, die sich Verbraucher am häufigsten im Zusammenhang mit der Dioxinbelastung von Lebensmitteln stellen, hat die Stiftung Warentest in ihrem Onlineportal test.de Antworten zusammengestellt.

Wie bedenklich die jetzt gefundenen dioxinbelasteten Eier sind wird ebenso erläutert wie die Folgen des Verzehrs eines besonders hoch belasteten Eies. Dennoch ist es immer noch schwierig, herauszufinden, ob man betroffene Eier im Kühlschrank hat. Zwar gibt es einen Erzeugercode auf jedem Ei, über den sich zurückverfolgen lässt, aus welchem Land, welcher Region und welchem Legebetrieb das Ei kommt. Doch bis jetzt wurde kaum öffentlich gemacht, welche Legebetriebe tatsächlich mit Dioxin belastetes Futter verwendet haben oder zwischenzeitlich geschlossen wurden. Nur tröpfchenweise werden Codes von Eiern veröffentlicht, die definitiv belastet sind. Eine Übersicht findet sich unter www.test.de/themen/essen-trinken/meldung/Dioxin-in-Eiern-und-Gefluegel-Gift-im-Fruehstuecksei-II-4189842-4189844/.

Noch schwieriger sieht es bei Schweinefleisch aus. Das Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen teilt nicht mit, ob belastetes Schweinefleisch in den Handel gelangt ist und wenn ja, wo.

Im aktuellen Dioxin-Skandal gibt es laut Stiftung Warentest Entwarnung für Bio-Eier, sie sind nicht betroffen. Im Mai 2010 hatten die Behörden allerdings in mehreren Bundesländern mit Dioxin belastete Bio-Eier entdeckt. Als Ursache galt damals biozertifiziertes Futtermittel mit Mais aus der Ukraine, der belastet war.
Die Fragen und Antworten zu Dioxin sind unter www.test.de/antworten-dioxin veröffentlicht.

Neue Eiercodes

Nach und nach veröffentlichen die Bundesländer auch neue Codes von Eiern, die mit Dioxin belastet sein können. Wer Eier mit diesen Codes im Kühlschrank hat, sollte sie nicht essen und zum Händler zurückbringen.

Tipp: Nutzer eines Smartphones können mit der kostenlosen Barcoo-App gleich beim Händler die Herkunft der Eier bestimmen.