Heimkinoanlage richtet sich nach Raumgröße

Vom 17. April 2013 in DJ-Mix

Die Ausstattung mit hochwertigen Home-Entertainment-Geräten ist in inzwischen Standard in vielen Haushalten. Neben dem HD-Flachbildschirmfernseher zieren weitere Multimedia-Geräte wie Blu-Ray-Player, Spielkonsole und eine Lautsprecheranlage das Wohnzimmer. Gerade bei Letzterem tut man sich oftmals schwer mit einer Kaufentscheidung. Nicht, weil es kein Angebot gibt, sondern weil das Angebot groß ist, die Wohnverhältnisse jedoch nicht immer so sind, dass man seine Anlage nach Belieben auswählen kann. Eine Anlage sollte mit Rücksicht auf die zu beschallende Fläche ausgesucht werden. Die Raumgröße ist demnach ein wichtiger Faktor bei der Anschaffung einer Sound-Anlage. Die jeweils gegebenen Raumverhältnisse sind entscheidend im Hinblick darauf, ob eine Anlage nach den allgemeinen Richtlinien aufgestellt werden kann.

Aufstellung der Systeme

Bei Lautsprecheranlagen unterscheidet man zwischen 2.1, 5.1 und auch 7.1 und 9.1 Systemen. Die Zahlen stehen für die Zusammensetzung der Anlage, die in ihrem Kern gleich ist: Jedes System besteht aus mehreren Lautsprechern und einem Subwoofer. Die Lautsprecher kommen an verschiedenen Stellen des Wohnzimmers zum Einsatz, wodurch eine bestimmte Klangqualität erzeugt wird. Mit den Zahlen verknüpft ist somit auch immer zugleich die Aufstellung und der Sound einer Anlage. Aus einer 2.1 Anlage kommt beispielsweise nur Stereosound. Raumklang, wie er im Kino üblich ist, erhält man erst mit einer 5.1 Lautsprecheranlage. Der typische Surround-Sound ergibt sich aus der Positionierung der Lautsprecher, von denen es vier an der Zahl gibt: ein Center- und zwei Front-Lautsprecher vorne nahe dem Fernseher und zwei Rear-Lautsprecher rechts und links hinter dem Sofa. Während die vorderen Lautsprecher für die Wiedergabe von Dialogen bestimmt sind, dienen die hinteren Lautsprecher dierWiedergabe von Spezialeffekten und Hintergrundgeräuschen. Daraus resultiert das charakterstische Klangerlebnis, welches man aus dem Kino gewohnt ist. Ein passender Platz für den Tieftöner (Subwoofer) findet man am besten beim Austesten der Anlage. Er ist frei wählbar.
Ein 2.1 Lautsprechersystem eignet sich zumeist nicht als Heimkinoanlage. Ein solches System ist eher für das Abspielen von Musik gedacht. Bei vielen 2.1 Anlagen und Soundbars wird jedoch eine bestimmte Technik zur Nachahmung von Raumklang verwendet. Virtueller Surround-Sound bringt Kinosound in das Wohnzimmer, ohne dass in ihm vier Lautsprecher platziert werden müssen.

5.1 mit und ohne Kabel

Die Lautsprecher einer Heimkinoanlage brauchen allesamt ausreichend Platz, um ihren Klang zu entfalten. Wer die Abstände der Lautsprecher zum Zuhörer und zueinander in seinem Wohnzimmer nicht einhalten kann, der sollte daher lieber zu einer guten 2.1 Anlage greifen. Schließlich ist eine nicht korrekt aufgestellte 5.1 Anlage kein Gewinn für die Klangqualität. 5.1 Systeme gibt es in zwei Varianten zu bekommen: erstens als kabelgebundene Version, zweitens als kabelloses Modell. Die Planungsfreiheit mit kabellosem 5.1 System ist natürlich größer als mit einem verkabelten System. Statt umständlich Kabel zwischen den verschiedenen Komponenten einer Heimkinokomplettanlage verlegen zu müssen, schickt man die Musik per Funkübertragung auf die Lautsprecher. Sowohl bei einer drahtlosen als auch einer kabelverbundenen Soundanlage kann man bei den meisten Modellen zwischen reinem Stereoton und Kinoklang wechseln.