EM-Auftakt ein Erfolg für die TV-Quote

Vom 9. Juni 2008 in Fernsehen

Quoten GrafikDas EM-Auftaktwochenende hat die TV-Zuschauerzahlen bereits in rekordverdächtige Höhen getrieben. Insbesondere am Sonntag, als erstmals Österreich und Deutschland bei der Euro antraten, schnellten die Quoten sowohl bei ORF als auch ZDF nach oben. Wie aus aktuellen Zahlen von media control http://www.media-control.de hervorgeht, schauten bei dem Spiel Deutschland gegen Polen zur Spitzenzeit knapp 26 Mio. Menschen allein über das ZDF zu. Im Schnitt verfolgten 23,66 Mio. deutsche Zuschauer das Match im ZDF. Auch in Österreich war das Interesse groß – bis zu rund 1,2 Mio. saßen bei Deutschland gegen Polen vor dem Fernseher.

Auch Samstag, der erste EM-Spieltag, hatte bereits für beachtliche Zuschauerzahlen gesorgt. „Die Quoten bei dem gestrigen Deutschland-Spiel waren allerdings mehr als doppelt so hoch. Bei der Partie gegen Polen sahen um rund 13 Mio. mehr Menschen zu“, sagt Sven Birgmeier, Pressesprecher bei media control. Während der Marktanteil beim ersten Match Schweiz gegen Tschechien bei 54,6 Prozent lag, kam das ZDF beim Spiel der deutschen Nationalmannschaft auf stolze 69,9 Prozent. „Man kann davon ausgehen, dass sich die Quoten im Turnierverlauf noch steigern werden. Wie sich die Zahlen entwickeln, hängt sehr stark vom Abschneiden der deutschen Mannschaft im Turnierverlauf ab“, meint Birgmeier.

Mit einem Marktanteil von 46,4 Prozent bei dem Spiel Österreich gegen Kroatien erwiesen sich die deutschen Zuseher zwar etwas weniger interessiert, dafür erreichte der ORF bei der Partie bis zu 1,7 Mio. Zuschauer und damit einen Marktanteil von bis zu 64 Prozent. Besonders fußballbegeistert erwiesen sich dabei die jungen Frauen. In dieser Gruppe lag der Marktanteil mit 67 Prozent KaSat- und 69 Prozent nationalem Anteil über dem der jungen Männer, die auf 64 KaSat bzw. 66 Prozent national kamen.

Im Vergleich zur WM vor zwei Jahren versammelten sich beim EM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft mehr Menschen vor den TV-Geräten. Trotzdem lag der Marktanteil damals mit 75,7 Prozent etwas höher. „Der Spitzenwert der Fußball-WM 2006 wurde beim Halbfinale zwischen Deutschland und Italien aufgestellt“, so Birgmeier. Am 4. Juli 2006 fieberten im Schnitt 29,66 Millionen Menschen vor den Bildschirmen – ohne Public Viewing – mit. Der Marktanteil habe 84,1 Prozent betragen. Bleibt abzuwarten, ob und wann dieser Rekord bei der laufenden Europameisterschaft gebrochen wird.