Fakten und Irrtümer zum Sodbrennen

Vom 22. September 2010 in Tipps und Infos

Sodbrennen ist eine Krankheit.

Stimmt nicht! Sodbrennen ist vielmehr ein Symptom. Bei der Refluxkrankheit tritt Sodbrennen als Leitsymptom chronisch auf. Hierbei fließt aufgrund des defekten Schließmuskels am Mageneingang aggressive Säure zurück in die Speiseröhre. Die Schleimhäute werden gereizt und es entsteht das typische Brennen in der Kehle. Auch Stress kann Sodbrennen verursachen: Zum einen regt er die Magensäureproduktion an, zum anderen kann er zur Erschlaffung des Schließmuskels führen.

Zu fette und zu üppige Mahlzeiten können das Brennen in der Kehle auslösen.

Stimmt! Die Ernährung spielt bei der Entstehung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen eine große Rolle. Betroffene nehmen oft zu fettreiche und zu üppige Mahlzeiten zu sich. Diese verursachen dann eine Überproduktion der Magensäure und führen zu Sodbrennen. Ebenso kann scharf gewürztes Essen das Brennen in der Kehle provozieren. Entgegen vieler Behauptungen lösen übrigens auch süße Speisen, wie z. B. Schokolade, Sodbrennen aus. Das Gerücht, dass Süßes die Magensäure neutralisiert, ist falsch. Im Gegenteil: Zuviel Zucker regt die Magensäurebildung an.

Die Beschwerden treten meistens nachts auf.

Stimmt! Viele Betroffene leiden vor allem nachts unter Sodbrennen. Zum einen hat es die Magensäure im Liegen besonders leicht, in die Speiseröhre zu fließen. Außerdem fehlen nachts die neutralisierenden Mahlzeiten und die Schluckbewegung, die tagsüber dafür sorgt, dass aufsteigender Speisebrei zurück in den Magen transportiert wird, bleibt aus. Da beim nächtlichen Sodbrennen die Säure unbemerkt inhaliert wird und so die Atemwege reizt, ist das Risiko eine chronische Atemwegserkrankung zu entwickeln, erhöht.

Ein kleiner Schnaps hilft.

Zu viel gegessen? Das Brennen in der Kehle setzt langsam ein? Die vermeintliche Lösung heißt: Jetzt einen kleinen „Absacker“. Doch Vorsicht! Das Gegenteil stimmt, denn Alkohol fördert sogar die Entstehung von Sodbrennen. Er löst im Körper eine Entspannung der Schließmuskulatur zwischen Magen und Speiseröhre aus.

Schwangere leiden häufig unter Sodbrennen.

Stimmt! Fast jede zweite schwangere Frau leidet an Sodbrennen. Zum einen kann während der Schwangerschaft ein erhöhter Druck auf den Magen wirken. Außerdem begünstigt das schwangerschaftserhaltende Hormon Progesteron eine vorübergehende Schwächung des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen, so dass saurer Magensaft zurück in die Speiseröhre fließen kann. Diese ungünstige Kombination sorgt häufig für Sodbrennen während der Schwangerschaft.

Sodbrennen kann als Nebenwirkung von bestimmten Arzneimitteln auftreten.

Stimmt! Einige rezeptpflichtige Medikamente gegen chronische Krankheiten verursachen als Nebenwirkung Sodbrennen. Dazu zählen beispielsweise Schmerzmittel, Rheuma-Medikamente, Antiepileptika, Beruhigungsmittel, Hormonpräparate 
sowie cholesterinspiegel- und blutdrucksenkende Mittel.

Pfefferminztee ist gut für den Magen.

Stimmt teilweise! Pfefferminze eignet sich hervorragend zur Bekämpfung zahlreicher Magen- und Darmbeschwerden wie beispielsweise Brechreiz, Blähungen und Durchfall. Allerdings bewirkt das ätherische Öl auch eine Entspannung des Magenpförtners, wodurch saurer Speisebrei zurück in die Speiseröhre fließen kann. Also bei Sodbrennen nicht zum Pfefferminztee greifen!

Effektive und langanhaltende Hilfe bei magensäurebedingten Beschwerden

Langfristige Erleichterung bietet der Wirkstoff Omeprazol, der zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer gehört. Mit Buscogast® steht ein Omeprazol-Präparat für die Selbstmedikation zur Verfügung, das die Magensäureproduktion langanhaltend hemmt und somit das Sodbrennen ursächlich bekämpft – und das bereits nach der ersten Einnahme. Eine Kapsel enthält 20 mg Omeprazol und stoppt die Säureausschüttung bis zu 24 Stunden. Häufiges Nachdosieren ist also nicht notwendig, es genügt die Einnahme einer Kapsel pro Tag.

| Bildquelle: Boehringer Ingelheim Pharma