Funktionieren Nikotinpflaster und Nikotinkaugummi?

Vom 1. März 2011 in Tipps und Infos

Fast jeder Raucher hat schon mindestens einmal versucht, mit dem Rauchen aufzuhören und weiß, wie schwer das ist. Entwöhnungshilfen wie Nikotinkaugummis, Nikotinpflaster oder Nikotintabletten versprechen Linderung der Entzugserscheinungen, aber wirken diese tatsächlich?

Hilfsmittel, die einem Raucher im Kampf gegen den Qualm helfen sollen gibt es viele. Jeder muss individuell anhand seines Rauchverhaltens herausfinden, welches für ihn die besten Erfolgschancen verspricht. Neben Büchern, Kräuter- und elektronischen Zigaretten sowie Nikotinnasensprays gibt es auch Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis und -tabletten.

Was ist Nikotin?

Nikotin ist ein Alkaloid und Nervengift, welches in der Tabakpflanze vorkommt. Wird eine Zigarette und somit auch der darin enthaltene Tabak angezündet, wird das Nikotin freigesetzt und gelangt mit dem Rauch und gebunden an winzige Teerteilchen in die Lunge und in das Blut. Normalerweise hält die Blut-Hirn-Schranke Giftstoffe auf, damit diese nicht das Gehirn erreichen. Anders das Nervengift Nikotin: Nikotinmoleküle erreichen schon kurze Zeit nach dem Zug an einer Zigarette das Gehirn, heften sich an die Nervenzellen und können so ihre Aktivität beeinflussen. Das geschieht durch die Ausschüttung chemischer Stoffe, wie Serotonin, Endorphinen, Noradrenalin und Dopamin, da diese dem Informationsaustausch zwischen den einzelnen Nerven dienen.

Symptome des Nikotinentzugs

Um erste körperliche Entzugserscheinungen zu bemerken, kann schon eine Zigarette ausreichen. Es kommt zu Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit und innerer Unruhe. Je nachdem, wie viele Zigaretten man als Raucher konsumiert hat, treten nach dem Aufhören körperliche Abhängigkeitssymptome auf wie Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, Nervosität und Schweißausbrüche. Durch die vorrübergehende Verlangsamung des Stoffwechsels kann es zu einer Gewichtszunahme kommen. Dadurch, dass Nikotin während des Rauchens das körpereigene Belohnungssystem stimuliert, kann es nach Ausbleiben der ständigen Nikotinzufuhr zu schlechter Laune mit Aggressivität und Gereiztheit, Konzentrationsstörungen und sogar Depressionen kommen. Diese Tatsache, dass dieser Zustand mehrere Wochen und Monate andauern kann, ist schuld daran, dass so viele Raucher den Entzug nicht schaffen und wieder mit dem Rauchen beginnen.

Wie wirken Nikotinersatzpräparate?

Nikotinhaltige Ersatzpräparate ersetzen, wie der Name schon andeutet, vorerst den Suchtstoff Nikotin, an den sich der Körper im Laufe des Raucherdaseins gewöhnt hat. Körperliche Entzugserscheinungen und das starke Verlangen nach einer Zigarette sollen durch die dosierte Nikotinabgabe gemildert werden. Nikotinpflaster werden direkt auf die Haut geklebt und geben dort nach und nach das Nikotin ab. Bei Nikotinkaugummis und Nikotintabletten wird das Nikotin über die Schleimhäute aufgenommen und der Körper so mit dem Stoff versorgt. Die Ersatzpräparate gibt es in unterschiedlichen Stärken, wodurch die Nikotinzufuhr nach und nach verringert werden kann. Wie bei Zigaretten wird das Nikotin an den Körper abgegeben, jedoch keine weiteren krebserregenden Giftstoffe wie Kohlenmonoxid oder Teer.

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