Hautpilz – Helle Flecken auf der Haut, die nicht mit braun werden

Vom 18. November 2008 in Tipps und Infos

Wer so wie ich nach dem Sommer, oder nach dem Solariumbesuch auf seiner Haut weisse Flecken entdeckt, die nicht mit braun geworden sind, sollte nach einer kurzen Google-Recherche nicht in Panik verfallen. Es handelt sich in den meisten Fällen nicht um die unheilbare Weissfleckenkrankheit (Vitiligo ), die sich immer weiter ausbreitet und auch im Gesicht zu unschönen Veränderungen führt.
In meinem Fall handelt es sich schlicht um einen Hefepilz auf der Haut. Die Merkmale sind eine leicht schuppige Oberfläche und wenn ich an den betroffenen Stellen schwitze, färben sich die Flecken rot.
Einfangen kann man sich diesen Hautpilz eben im Solarium, oder an anderen nicht ausreichend behandelten öffentlichen sanitären Anlagen.

Nachdem viele Betroffene in den Kommentaren davon berichtet haben, das Epi-Pevaryl nur eine begrenzte Linderung mit darauffolgender Wiederkehr des Pilzbefalls der Haut brachte, ist eine weitere Empfehlung eine 4-Wochen-Kur mit dem Wirkstoff Nystatin, der eigentlich gegen einen Hefepilzbefall des Darms wirken soll.

Eine Behandlungsmöglichkeit hierfür ist das frei in der Apotheke erhältliche Medikament Epi Pevaryl in der Packungsform mit 3 Beuteln à 10g. Mit Absicht ist genau diese Darreichungsform gewählt, weil hier die gesamten eventuell auf dem Körper vorhandenen Pilzherde beseitigt werden, um eine neue Ausbreitung zu verhindern. Es gibt zwar auch eine Creme, aber mit der erreicht man, wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, keine völlige Beseitigung.


Die Anwendung ist einfach. An drei aufeinanderfolgenden Abenden wird die Lösung von Haarspitze bis Fußsohle verteilt und über Nacht draufgelassen. Am nächsten Morgen wird wieder geduscht.
Der Hefepilz ist sehr empfindlich und sollte nach der Behandlung verschwunden sein.
Die weißen Flecken bleiben natürlich erstmal. da ja die Haut unter dem Pilz nicht mit durch die Sonne pigmentiert wurde. Sie sollen nach etwa drei Monaten spontan verschwinden. Direkt nach der Behandlung sollte die Haut, die durch die Behandlung sehr gestresst worden ist, einige Zeit nicht der Sonne ausgesetzt werden. Nach und nach sollen sich die Flecken dann wieder der Farbe der übrigen Haut anpassen. Gute Besserung!

hautpilz hefepilz



Epi Pevaryl P.v. Btl. Lösung von McNeil GmbH & Co. OHG

Inhaltstoffe Epi Pevaryl P.v. Btl. Loesung:


  • Econazol – 10 mg

Anwendung

  • Bei nicht entzündlichen Haut-Pilzerkrankungen mit Schuppungen und rötlichen Flecken

Dosierung

  • An drei aufeinanderfolgenden Abenden vor dem Schlafengehen je 1 Beutel

Art und Weise

  • Zuerst die Haare und den ganzen Körper abduschen.
  • Einen kleinen Teil der Lösung auf den feuchten Haarboden auftragen, mindestens 3-5 Minuten einmassieren. Dabei werden die befallenen Körperstellen, die restliche Körperoberfläche und die Kopfhaut mit etwa je 1/3 der Dosis (insgesamt 10 g) eingerieben. Achselhöhlen, Hautfalten und Zehenzwischenräume dürfen nicht vergessen werden. Wenn möglich, ist die Behandlung des Rückens von einer zweiten Person vorzunehmen.
  • Der Schaum wird nicht abgespült, sondern zum Eintrocknen auf der Haut belassen.
  • Das Medikament über Nacht einwirken lassen und am nächsten Morgen abduschen.

Kontraanwendung
Gegen alle Arzneimittel können Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten, dann müssen Sie das Medikament sofort absetzen. Wenn schon eine Allergie gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels bekannt ist, darf es nicht angewendet werden.
Nebenwirkungen

  • Lokales Brennen und Hautrötungen
  • Allergische Hautreaktionen wie Juckreiz und Rötungen

Patientenhinweise

  • Im allgemeinen heilt die Haut-Pilzerkrankung nach der Anwendung des Arzneimittels an drei aufeinanderfolgenden Tagen ab. Sind nach 2 Wochen noch lebende Pilze nachweisbar (den Arzt befragen), so muß die Behandlung wiederholt werden.
  • Zur Vermeidung von Rückfällen ist bei Gefahr einer Neuinfektion oder in Gebieten mit gehäuftem Auftreten eine Nachbehandlung nach 1 und 3 Monaten angebracht.

Schwangerschaft
Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen!

  • Während der Schwangerschaft und Stillzeit soll das Arzneimittel nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko angewendet werden. In Tierversuchen traten keine Missbildungen auf.
  • Es ist nicht bekannt, ob Econazol in die Muttermilch übergeht.

Sonstiges

  • Es ist darauf zu achten, daß keine Lösung in die Augen kommt.
  • Auf eine ausreichend lange (über das Verschwinden der Zeichen wie Juckreiz hinausgehende) Behandlung und entsprechende hygienische Maßnahmen (z.B. regelmäßiger Wäschewechsel) sei hingewiesen.