Heilklima gegen Hitzestau

Vom 1. Juli 2009 in Tipps und Infos

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Eine neue Broschüre zum Thema Heilklima auch in Ihrer Region kann auf der Internetseite www.heilklima.de bestellt werden. Wissenschaftlich fundierte aber doch leicht verständliche Erklärungen zum Heilklima liefert dieser  Gesundheitsführer des Verbandes der Heilklimatischen Kurorte Deutschlands e.V.. Der Leser erfährt alles Wissenswerte über die Anwendung und die speziellen Indikationen der Klimatherapie, die übersichtlich für jeden Ort einzeln aufgeführt werden. Auch Familien, die mit ihren Kindern gesunde aber eben doch spannende Ferien verbringen wollen, bekommen viele nützliche Informationen für ihre ja nicht immer unbedingt leichte Urlaubsplanung.

Was ist Heilklima?

Für die meisten Menschen sind lange Hitzeperioden oder ein nasskaltes Klima mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Besonders in den Ballungsräumen der Tallagen leidet der Organismus unter den immer häufiger anzutreffenden Wetterextremen.
In den 55 Heilklimatischen Kurorten Deutschlands ist dies nicht der Fall. Dort ermöglicht die Abwesenheit klimatischer Stressfaktoren eine effektive Erholung. Saubere Luft und dosierte Reize werden außerdem zu therapeutischen Zwecken genutzt.  Das Heilklima findet sich in fast jedem Bundesland; es ist ein Bestandteil der jeweiligen Heimat.
Wenn die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennt, die Luftfeuchtigkeit in den Flusstälern an eine Waschküche erinnert oder wenn eisige Nebel durch Mark und Bein ziehen, wird der menschliche Organismus extrem belastet und es ist höchste Zeit für die Sommerfrische bzw. einem traditionellen Winterurlaub. Beste Voraussetzungen dafür bietet das Heilklima. Belastende Wetterfaktoren, wie zum Beispiel Schwüle, gibt es dort so gut wie gar nicht. Stattdessen wirken im Heilklima je nach Region Schon- oder Reizfaktoren therapeutisch auf den Körper ein. Der
Gesunde kann sich also mit einem Aktivurlaub wunderbar beim Sport vom alltäglichen Stress erholen, Symptome diverser Krankheiten lassen sich deutlich lindern.

Heilklimatische Kurorte unterscheiden sich von den landläufig bekannten Luftkurorten, dadurch, dass das Klima zu therapeutischen Zwecken einsetzbar ist. Es wird permanent überprüft auf Luftreinheit und seine klimatischen Reize, damit seine therapeutische Wirkung bestätigt werden kann. Besonders interessant ist der Aufenthalt im Heilklimatischen Kurort zur Prävention durch Bewegung im Heilklima z.B. zum Aufbau des körpereigenen Immunsystems und zum Ausdauertraining. Dies schätzen vor allem Sportler, die ihre Leistungsfähigkeit und Kondition verbessern möchten.

So zum Beispiel in Garmisch-Partenkirchen, einem idyllisch gelegenem Ort im Loisachtal, umgeben vom Wettersteingebirge mit Alpspitze und dem Zugspitzmassiv. Der Ort erhält in Bezug auf sein Heilklima folgende Prädikate:

  • Heilklimatischer Kurort der Premium Class
  • Gütesiegel für Gesundheitsförderung am Kurort
  • Well-Vital-Ort (Aktiv, Relax, Präventiv)
  • Fahrradfreundlicher Ort

heilklima

Heilklima: Gesundheit in der eigenen Heimat

Wer nun aber glaubt, er müsse für sein körperliches Wohlbefinden eine weite Reise auf sich nehmen, wird schnell eines Besseren belehrt. Bei der Vorstellung der einzelnen Orte wird manchen hitzegeplagten Rheinländer beispielsweise die Nähe zu Nümbrecht überraschen. Die Fahrzeit von Köln beträgt nämlich etwa nur eine halbe Stunde. Urlaub im Heilklima wird so ganz leicht zu einem Urlaub in der eigenen Heimat.
Darauf sind die Heilklimatischen Kurorte auch zu Recht stolz. Denn auch wenn manche Kurorte klein sind und fern ab der großen Verkehrsadern liegen, sind sie doch wahre Kleinode der regionalen Kultur und Geschichte. Während man im westfälischen Nieheim auf den Spuren der Schlacht im Teutoburger Wald wandelt, befindet man sich in Lindenfels
geradewegs mitten im sagenumwobenen Jagdrevier, in dem Siegfried aus Xanten zusammen mit den Burgundern auf jene folgenreiche Pirsch ging. Und dass die deutsche Provinz sehr wohl über eine exquisite Küche und einem zum Wellness einladenden Luxus verfügt, wusste auch schon Königin Marie Antoinette, die vor 1789 gerne in Hinterzarten im Hochschwarzwald dem Smog und der Hitze der französischen Hauptstadt entfloh.

Die kurze Anfahrt hilft dem Klima

Die Nähe zum eigenen Wohnort ist jedoch nicht nur wegen der regionalen Kultur ein wichtiger Vorteil der Heilklimatischen Kurorte. Durch die kurze Anfahrt ist auch die CO²-Bilanz des einzelnen Gastes wesentlich besser. Im Gegensatz zum Flugtourist beteiligt er sich durch die Auswahl des Urlaubsortes aktiv am Klimaschutz und schont
obendrein seinen Geldbeutel sowie seine Nerven. Dies liegt auch ganzauf der Linie der Heilklimatischen Kurorte selbst. Der Erhalt der Umwelt ist für sie schon seit jeher ein zentrales Anliegen. Sei es die konsequente Verkehrsberuhigung, die Verknüpfung des regionalen Nahverkehrs oder eine Unzahl von Maßnahmen zur Bekämpfung des Feinstaubs, die Heilklimatischen Kurorte sehen sich als Vorreiter einer kommunalen Politik, die sich am Miteinander von Mensch und Natur orientiert. Dieser Gedanke stärkt wiederum die Gesundheit des einzelnen Besuchers, denn dort wo Umweltgifte fehlen, kann der Körper wesentlich leichter zur Ruhe kommen und sich von der Hektik des Alltags erholen.