Krankenkasse 2009

Vom 16. Dezember 2008 in Tipps und Infos

Ab 2009 zahlen gesetzlich Krankenversicherte einen einheitlichen Beitragssatz von 15,5 Prozent. Das Geld fließt in einen Gesundheitsfonds. Die privaten Krankenversicherer müssen einen Basistarif anbieten, dessen Leistungen mit denen der gesetzlichen Krankenkassen vergleichbar sind. Finanztest informiert in ihrer aktuellen Ausgabe über die Änderungen durch die Gesundheitsreform, erläutert, was für Kassenpatienten und privat Versicherte wichtig ist und für wen sich der neue Basistarif lohnt.

Verglichen mit den bisherigen Beitragssätzen stehen viele Kassenpatienten in Zukunft schlechter da als jetzt. Das gilt immer dann, wenn der Beitragssatz ihrer Kasse bisher niedriger als 14,6 Prozent war. Es gibt aber auch Versicherte, die von den neuen Regeln profitieren. So schneiden Versicherte zum Beispiel der City BKK oder Versicherte einiger AOK in Zukunft besser ab. Die Basisleistungen der Kassen sind meist identisch und ändern sich auch nicht durch die Einführung des Gesundheitsfonds. Entscheidend für die Wahl ist, was die Kassen zusätzlich bieten. Einen Wechsel sollten gesetzlich Versicherte aber nicht überstürzen, sondern erst abwarten, wie die Kassen mit Zusatzbeiträgen und Prämien umgehen.

Wer nicht unter den Schutz der gesetzlichen Krankenversicherung fällt und auch keinen anderweitigen Versicherungsschutz hat, für den wird eine private Versicherung Pflicht. Es soll nicht mehr vorkommen, dass etwa ein Selbstständiger, der die Beiträge zur Krankenversicherung nicht mehr aufbringen konnte, ohne jegliche Absicherung dasteht. Um diesen Mindestschutz zu gewährleisten, bieten die privaten Versicherer neben ihren übrigen Tarifen ab 2009 zusätzlich einen Basistarif an.

Der ausführliche Artikel findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.

Pflegetagegeldversicherung: Bei frühem Einstieg gut versorgt

Im Pflegefall deckt die normale Pflegeversicherung nur einen Teil der tatsächlichen Kosten. Mit einer privaten Pflegetagegeldversicherung kann man zusätzlich vorsorgen. Erstmals hat die Zeitschrift Finanztest in ihrer Januar-Ausgabe diese Art von Pflegezusatzversicherungen mit Qualitätsurteilen bewertet: Die Mehrzahl der Angebote bot nur „ausreichende“ oder „befriedigende“ Leistungen, nur wenige waren „gut“.

Bewertet wurde vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis der Angebote, jeweils beim Eintritt mit 45 oder 55 Jahren und für Frauen und Männer getrennt. In allen vier Modellfällen hat der Tarif PET der DKV am besten abgeschnitten. Eine bei Vertragsabschluss gesunde 45-jährige Frau zahlt in diesem Tarif beispielsweise monatlich 38 Euro. Im Pflegefall beträgt die Versicherungsleistung dann bis zu 1762 Euro im Monat. Wird zuhause gepflegt, zahlen jedoch gerade die günstigsten Versicherungen vor allem in Pflegestufe I erheblich weniger.

Für alle Pflegetagegeldversicherungen gilt: Je höher das Eintrittsalter, desto höher sind auch die Beiträge. Spätestens sollte man mit Mitte 50 einsteigen, sonst werden die Beiträge auch für völlig Gesunde zu teuer. Zudem sollte man sicher sein, die Beiträge für den Rest seines Lebens aufbringen zu können. Wer aussteigen muss, verliert sein bis dahin eingezahltes Geld.

Der ausführliche Test findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.

Zusatzversicherungen für Zahnspangen: Abschluss noch im Kindergarten

Eine private Versicherung für kieferorthopädische Behandlungen ist nur sinnvoll, wenn sie für Kinder abgeschlossen wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest in ihrer Januar-Ausgabe, für die sie Zahnzusatzversicherungen aller auf dem Markt tätigen privaten Krankenversicherungen untersucht hat.

Die Verträge sehen zwar auch Leistungen für Erwachsene vor, es dürfte aber schwierig sein, diese dann auch zu erhalten. Denn eine Kieferkorrektur aus rein ästhetischen Gründen gilt nicht als medizinisch notwendige Heilbehandlung. Hat jemand jedoch eine behandlungsbedürftige Zahnfehlstellung, dann lag diese in vielen Fällen bereits bei Vertragsschluss vor – und ist damit vom Versicherungsschutz ausgenommen.

Das gilt auch für Kinder und Jugendliche. Schließen Eltern jedoch eine Zusatzversicherung für ihre Kinder bereits im Kindergartenalter ab, sind in der Regel noch keine Kieferprobleme festgestellt. In späteren Jahren braucht aber rund die Hälfte aller Kinder eine Zahnspange. Eine kieferorthopädische Behandlung kann 4000 Euro und mehr kosten. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Behandlungskosten nur, wenn die Zahnfehlstellung einen bestimmten Schweregrad überschreitet – und auch dann müssen Eltern häufig noch erhebliche Zusatzkosten tragen. Private Zusatzversicherungen übernehmen einen Teil dieser Kosten. Für Kinder, die bei Vertragsabschluss fünf Jahre alt sind, kosten die Tarife 4 bis 13 Euro monatlich. Wichtiger als der monatliche Beitrag ist aber der Leistungsumfang einer Zusatzversicherung. Finanztest rät, einen Vertrag abzuschließen, der möglichst viel für reine Privatbehandlungen zahlt, aber auch einen Teil der möglichen Zusatzkosten bei einer Kassenbehandlung deckt. Maximale Leistungen bietet z.B. der Tarif flexiZEBasis+ZB der CSS.

Der ausführliche Test findet sich in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de.