Riester-Zulage bis zum Jahresende beantragen

Vom 14. Dezember 2009 in Tipps und Infos

Riester-Verträge sind so attraktiv, weil jeder mit einer Zulage vom Staat und mit Steuervorteilen bezuschusst wird. Die Zulage gibt es aber nur, wenn der Kunde sie extra beantragt. Bisher hat fast jeder dritte Riester-Sparer noch keinen Antrag auf seine Zulage für das Jahr 2007 gestellt. Das sollten sie unbedingt bis zum 31. Dezember 2009 tun. Auch wenn die Abschlusskosten hoch sind, lohnt es sich nach Ansicht der Stiftung Warentest für die meisten Menschen, einen Riester-Sparvertrag abzuschließen.

Denn zum einen wird die gesetzliche Rente allein im Alter nicht alleine ausreichen, private Vorsorge ist also notwendig. Zum anderen kosten auch alle anderen Formen der Altersvorsorge – bei Riester-Verträgen zahlt der Staat jedoch dazu. Die Grundzulage für den Riester-Sparer beträgt 154 Euro im Jahr, wenn er mindestens 4 Prozent seines Bruttojahreseinkommens einzahlt. Pro Kind, für das Anspruch auf Kindergeld besteht, kommen noch einmal 185 Euro hinzu. Für Kinder, die ab 1. Januar 2008 geboren sind, gibt es sogar 300 Euro jährlich vom Staat. Außerdem erhalten Sparer über ihre Steuererklärung Steuern auf den gesamten Betrag inklusive Zulagen zurück. Auf www.test.de ist nun ausführlich aufgelistet, für wen sich welcher Riester-Vertrag lohnt.

Die klassische Riester-Rentenversicherung eignet sich vor allem für 40- bis 50-Jährige, die sich nicht aktiv um ihre Altersvorsorge kümmern möchten und die sich sicher sind, die einmal vereinbarten Raten auch über die gesamte Laufzeit des Vertrages leisten zu können. Dafür bekommen sie auch schon beim Abschluss eine Mindestrente garantiert.

Ein Riester-Banksparplan eignet sich vor allem für über 40- und auch noch über 50-Jährige, aber auch für jüngere Kunden, die ihr Riester-Konto zwischendurch für eine Immobilienfinanzierung beleihen wollen. Beim Riester-Banksparplan stellen die Anbieter keine Abschlusskosten oder Provisionen in Rechnung.

Für jüngere Verbraucher bis etwa 45 Jahre eignen sich Riester-Fondsprodukte. Sie können sich die hohen Renditechancen der Aktienfonds zunutze machen. Dabei sind fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen in der Regel teurer als Riester-Fondssparpläne. Dafür bieten einige Versicherungen allerdings eine breite Fondsauswahl.

Fondsgebundene Riester-Rentenversicherungen sind vor allem für jüngere Kunden bis Anfang 40 geeignet. Der Vorteil: sie bieten hohe Renditechancen, der Nachteil: die Kosten sind bei Versicherungsunternehmen sehr hoch.

Wohn-Riester gibt es als Angebote der Bausparkassen und als Riester-Darlehen von Banken. Zur Finanzierung einer selbstgenutzten Immobilie ist die Riester-Förderung ideal. Für alle anderen sind andere Riester-Produkte besser geeignet.

Der ausführliche Artikel mit Testergebnissen zu den einzelnen Riester-Sparformen findet sich auf