Welche Versicherungen sind wirklich wichtig?

Vom 20. Juli 2009 in Tipps und Infos

Jeder Haushalt kann im Schnitt jährlich 400 Euro sparen, wenn er sich von überflüssigen Versicherungen trennt und wichtige Versicherungen günstig abschließt. Finanztest zeigt in der aktuellen Ausgabe, wo vor allem Familien, Alleinerziehende und Rentner sparen können – und welchen Schutz sie wirklich brauchen.

Überflüssig für alle sind zum Beispiel die Insassenunfallversicherung und der Autoschutzbrief. Allein 4,4 Millionen Insassenunfallversicherungen und 19 Millionen Autoschutzbriefe gibt es in Deutschland. Millionen Menschen haben also einen Schutz, den sie nicht brauchen. Auch eine Reisegepäckversicherung und eine Krankenhaustagegeld-Versicherung sind nicht notwendig. Eine Kapitallebensversicherung ist für die meisten Menschen ebenfalls nicht sinnvoll, sondern lohnt allenfalls für Gutverdiener, die ihren Sparerfreibetrag ausgeschöpft haben, weil sie hier eventuell Steuern sparen können. Eltern, die ihr Kind versorgt wissen wollen für den Fall, dass sie selbst plötzlich sterben, sollten besser eine Risikolebensversicherung abschließen und Geld für die Ausbildung extra sparen. Möglich wäre zum Beispiel ein Banksparplan.

Der ausführliche Bericht, viele Tipps zu sinnvollen Versicherungen, Aufklärung über unsinnige Policen sowie die günstigen Angebote finden sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de/versicherungscheck.

Kautionsversicherungen sind für Mieter ungeeignet. Das stellt die Zeitschrift Finanztest in ihrer aktuellen Mai-Ausgabe fest und rät vom Abschluss derartiger Policen ab. Zurzeit versuchen Versicherungsvermittler, Mietern und Vermietern Kautionsversicherungen als Alternative zum gering verzinsten Mietkautionskonto zu verkaufen.

Kautionsversicherungen funktionieren ähnlich wie eine Bankbürgschaft. Die kann der Vermieter zum Beispiel in Anspruch nehmen, wenn der Mieter nach dem Auszug eine verwüstete Wohnung hinterlässt. Scheinbarer Vorteil von Kautionsversicherungen für den Mieter: Statt der kompletten Kautionssumme fallen jährliche Versicherungsgebühren an. Die finanzielle Belastung ist zu Beginn also geringer. Der Haken an der Sache: Das Geld ist definitiv weg, denn der Mieter erhält von den Gebühren nach dem Auszug nichts zurück. Liegt die Kaution stattdessen auf einem Kautionskonto, erhält der Mieter das Geld plus Zinsen zurück, sofern nach dem Auszug keine Rechnungen mehr offen sind.

Auch für Vermieter ist die Mietkaution auf einem verzinsten Konto die bessere Mietsicherheit. Denn die gutgeschriebenen Sparzinsen erhöhen seine Mietsicherheit.

Tipp von Finanztest: Eine gute Alternative zum Kautionskonto bei einer Bank ist die Tagesanleihe der Bundesrepublik Deutschland. Anders als bei Banken und Sparkassen passt sich die Verzinsung der Tagesanleihe automatisch an den Marktzins an. So können Mieter von steigenden Zinsen profitieren.

Wie man die Tagesanleihe als Mietkaution nutzt und welche weiteren Varianten für die Mietkaution tatsächlich sinnvoll und lukrativ sind, steht in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und im Internet unter www.test.de