Welcher Rasenmäher passt zu mir?

Vom 26. Mai 2009 in Tipps und Infos

rasemaeherJetzt ist Hochsaison für Rasenmäher. Bei der Anschaffung eines neuen Mähers gibt es viele Möglichkeiten: vom Handrasenmäher über Elektro- und Benzinmodelle bis hin zum Rasenmähertraktor oder Rasenroboter. Nützliche Hinweise zur Auswahl des richtigen Geräts sowie zur Anwendung und Pflege gibt es im folgenden Artikel.

Wie groß ist die Rasenfläche? Wie oft setze ich den Mäher ein? Ist ein Gerät sinnvoll, das sich auch als Laubsauger nutzen lässt? Wer zum Rasenmäher-Kauf aufbricht, sollte sich im Vorfeld einige Gedanken über solche grundsätzlichen Fragen machen.

– Ist die Rasenfläche eher klein, kann ein Elektrorasenmäher die bessere Wahl sein. Die strombetriebenen Modelle sind generell etwas günstiger als die Benziner, zudem leiser und abgasfrei. Allerdings: Das Stromkabel oder die Akkukapazität bestimmen die Reichweite der Elektromäher. Bei Modellen mit Kabel muss man sich zudem über die zusätzliche Gefahrenquelle bewusst sein – das Kabel kann ins Messer des Mähers gelangen. Mehr Flexibilität bieten die Benzinmäher, allerdings sind sie wesentlich schwerer und teurer als die Elektromodelle und erfordern eine intensivere Pflege.

– Egal, welches Modell: Der Fangkorb für den Rasenschnitt ist inzwischen Standard – das erleichtert die Arbeit erheblich. Der sogenannte Mulchmäher bringt den Schnitt als Dünger zurück auf den Boden. Je größer die zu mähende Rasenfläche, desto größer sollten Schnittbreite und Fangkorb sein. Was die einzelnen Geräte im Detail bieten, weiß der Fachhändler.

– Die Rasen- oder Wiesenflächen, die gemäht werden müssen, sind sehr groß? Die Arbeit mit dem Elektro- oder Benzinmäher ist zu beschwerlich? Dann kann die Entscheidung für einen Aufsitzmäher sinnvoll sein – vorausgesetzt, es ist genügend Platz zum Wenden vorhanden und es gibt eine geeignete Unterstellmöglichkeit. Die Rasentraktoren sind sehr leistungsstark und für den professionellen Einsatz geeignet, erfordern aber auch intensive Pflege.

– Neu auf dem Markt: Mähroboter mit Akku. Sie ermöglichen vollautomatisches Mulchmähen, sind sehr leise und nicht durch Kabel oder ähnliches eingeschränkt. Nachteile: Die Roboter sind sehr teuer, das Programmieren ist mit einigem Aufwand verbunden und die Akkus müssen wegen Alterung nach einiger Zeit ausgemustert werden.

– Wer nur eine kleine Rasenfläche zu beackern hat, kann sich auch für einen Handrasenmäher begeistern. Die Energie kommt in diesem Fall vom schiebenden Menschen. Das spart Benzin oder Strom. Weitere Pluspunkte: Die Handmäher sind sehr günstig, im Einsatz leise, verursachen keine Abgase und brauchen kaum Stellfläche.

– Für alle Modelle gilt: Hinweise auf die Qualität gibt auch die Bedienungsanleitung. Sie muss vollständig und verständlich formuliert sein. Ein intensiver Blick vorab lohnt sich – und das ausführliche Studium vor dem ersten Einsatz sowieso.

– Das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit) sowie das blaue Oktagon von TÜV SÜD bieten Orientierung bei der Auswahl des neuen Rasenmähers. Denn in den Labors von TÜV SÜD werden die Mäher auf Herz und Nieren geprüft – sie müssen unter anderem der Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung entsprechen.

Tipps von TÜV SÜD für die Anwendung von Rasenmähern

– Wann ist die Arbeit mit dem Rasenmäher erlaubt? Welche Ruhezeiten sind einzuhalten? Diese Fragen vorab klären, damit der Frieden in der Nachbarschaft gewahrt bleibt. An Sonn- und Feiertagen ist das Rasenmähen grundsätzlich verboten. Über weitere ortsübliche Ruhezeiten gibt es Informationen beim zuständigen Ordnungsamt.

– Wer mit dem Rasenmäher an den Start geht, muss darauf achten, dass keine großen Steine, keine Flaschen oder sonstigen Gegenstände in der Wiese liegen – sonst können Messer und Mäher großen Schaden nehmen. Außerdem sind weggeschleuderte Gegenstände natürlich gefährlich für Personen. Deswegen empfiehlt sich beim Umgang mit dem Rasenmäher, Sicherheitsschuhe und eventuell auch Gehörschutz zu tragen.

– Ein Auto braucht Wartung und Pflege – ein Rasenmäher auch: Die Messer müssen regelmäßig kontrolliert werden. Vor allem der gebogene Bereich hinter den Schneiden ist auf Verschleiß zu prüfen. Das Messer ist beschädigt? Dann unbedingt austauschen, so der Hinweis von TÜV SÜD. Denn ein verschlissenes Messer verursacht eine Unwucht und belastet dadurch den Antrieb des Mähers unnötig stark. Während der Saison regelmäßig den Ölstand beim Verbrennungsmotor überprüfen – und rechtzeitig Öl nachfüllen. Den Luftfilter sollte man einmal im Jahr ersetzen. Bei den Zündkerzen ist ebenfalls der regelmäßige prüfende Blick gefragt.

– Ausblick auf den Winter: Vor der Einlagerung den Mäher am besten zum Check zum Fachmann bringen. Der Kundendienst einmal im Jahr trägt wesentlich zur Verfügbarkeit und Werterhaltung des Mähers bei. Die beste Zeit für den Kundendienst ist der Spätherbst oder der Frühwinter. Dann steht dem erfolgreichen Einsatz auch im Frühjahr 2010 nichts im Weg. Und der Besitzer des Mähers spart sich lästige Wartezeiten.

TÜV Prüfung

In den Labors von TÜV SÜD werden Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit und Lebensdauer der Rasenmäher geprüft. Die Sicherheitsprüfungen umfassen unter anderem den Check auf richtige Kennzeichnung, den Test auf mechanische Sicherheit, auf Stand- und Kippsicherheit und – bei Elektromähern – auf elektrische Sicherheit. Außerdem auf der Agenda der TÜV SÜD-Fachleute: Lärmschutz, chemische Unbedenklichkeit (zum Beispiel Beschaffenheit der Handgriffe) und Bedienungsanleitung. Bei Letzterer schauen die Produktprofis auf Sicherheitshinweise, Vollständigkeit und Verständlichkeit.

Weitere Informationen gibt es unter www.tuev-sued.de.