Zahnfehlstellungen korrigieren mit unsichtbaren Zahn­schienen

Vom 3. November 2010 in Tipps und Infos

Wer im Kindesalter das Tragen einer Zahnspange versäumt hat, leidet bis­weilen als Erwachsener unter seiner Zahnfehlstellung und ist beim Zeigen seiner Zahn­reihen gehemmt. Was viele Betroffene nicht wissen: Für eine Korrektur von Zahnfehl­stellungen wie Engständen oder Lücken ist es nie zu spät. Selbst bei Erwachsenen lassen sie sich bis ins hohe Alter beseitigen. Gerade für Menschen, die im Rampenlicht oder im Berufsleben stehen und Wert auch auf gepflegte Zähne legen, sind unsichtbare Zahn­schienen der neueste Hit der Zahnästhetik. In Deutschland schwören auch Promis wie Jean Pütz auf die unsichtbare und komfortable Alternative zur festsitzenden Zahnspange. Das sogenannte Invisalign-Verfahren wird den ästhetischen Ansprüchen gerecht und gerade deswegen von der „Generation 50 Plus“ sehr gut angenommen. Denn nichts ist so wichtig wie ein ehrliches und herzliches Lachen – ob im Beruf mit Kollegen oder im privaten Umfeld mit Freunden oder Bekannten.

Invisalign Vergleich zur herkömmlichen Zahnspange

„Der Korrektur von Zahnfehlstellungen bei Erwachsenen kommt eine besondere Bedeutung in der modernen Kieferorthopädie zu“, erklärt die Kieferorthopädin und zertifizierte Invisalign-Behandlerin Dr. Luzie Braun-Durlak aus Hamburg, die sich auf die Erwachsenen-Behandlung spezialisiert hat. Die Neupositionierung der Zähne ist für sie nicht nur aus ästhetischer, sondern auch aus medizinischer Sicht sinnvoll: „Karies und Parodontitis sind die beiden Hauptgründe für Zahnverlust. Bei der Invisalign-Methode sind die Schienen im Gegensatz zur festsitzenden Zahnspange jedoch herausnehmbar, so dass die Zähne ganz normal mit Zahnseide und Bürste gepflegt werden können. Gleichzeitig erleichtert eine Korrektur von Engständen der Zähne die Pflegezugänglichkeit und reduziert somit das Risiko für diese beiden Erkrankungen.“

Doch nicht nur Karies und Parodontitis, auch Verspannungen in Nacken, Kopf und Kiefer sowie Abnutzungserscheinungen der Zähne oder nächtliches Zähneknirschen können weitere Folgen von Zahnfehlstellungen sein. Ein harmonischer Biss hingegen verhindert Überlastungen der Zähne, Kiefergelenke und der Kaumuskulatur. Zahnfehlstellungen belasten jedoch nicht nur den Körper, sondern auch Seele und Geist: Oftmals ist das Selbstbewusstsein des Patienten erschüttert, da seine ungepflegt wirkenden Zähne ihm den offenen Zugang zu Mitmenschen erschweren. Wer seine Zähne lieber versteckt, lächelt nicht gerne und wirkt dadurch möglicherweise unfreundlich und negativ.

Die durchsichtige Behandlungsschiene schafft nun Abhilfe: Sie bietet höchsten Komfort und ist bequem anzuwenden: Beim Essen oder bei wichtigen Treffen kann die Schiene mühelos herausgenommen und mit einem leichten Click wieder auf die Zahnreihe gesetzt werden kann. Außerdem schränkt die Schiene die Lebensqualität nicht ein, da sie nur leichten Druck auf die Zähne ausübt und kaum spürbar ist. Zusätzlich ist das Ergebnis dank der virtuellen Behandlungsplanung für den Patienten vorher einsehbar – das motiviert von der ersten bis zur letzten Phase.

Dafür sind – wie bei der herkömmlichen Anpassung von Zahnspangen – Abdrücke und Röntgenaufnahmen des Kiefers nötig. Spezielle Computerverfahren erstellen eine 3D-Ansicht des Gebisses. Anschließend werden die fast unsichtbaren Aligner für jede Phase der Behandlung individuell hergestellt. Der Wechsel der Aligner erfolgt im 14-tägigen Rhythmus. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Umfang der Zahnkorrektur und liegt zwischen sechs und 24 Monaten.

| Bildquelle: Nicola Sieverling